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PORTRÄTIERT - Das Magazin zum "Menschen-besser-Kennenlernen" (9)

Porträtiert



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Bild: Claude Levi-Strauss
/Pablo Secca/Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0/Wikimedia Commons

Es gibt  Wochen, da ist das Glück einfach auf Seiten der Journalisten: Da stauen sich die interessanten Themen - und ehe man sich versieht, sind sie schon wieder überholt und der "Schnee von gestern". Ganz ähnlich ist es mir diesmal nach dem Studium der umfangreichen Wochenendausgaben der Zeitungen ergangen: Es gab so viele interessante Porträts nachzulesen, dass ich Sie prompt zu einer Extra-Ausgabe unseres "Porträtiert"-Magazins einladen möchte.
Wenn über ein und dieselbe Person in fast allen Blättern gleichzeitig umfangreiche Porträts erscheinen, dann zeugt das leider oft von einem endgültigen Abschied. In der letzten Woche galten die oft persönlichen, immer aber hochachtungsvollen Worte der Kollegen einem König seines Metiers:

Zum Tod von Erich Böhme: Die vielen Leben des Krokodils

Nachruf Erich Böhme: Chef des "Labors Deutschland"

Heiterkeit, die unabhängig machte

Und noch ein einen anderen Mann hat man sich in diesen Tagen erinnert, an einen, den sein Schicksal grausam und viel zu früh ereilt hat: an Alfred Herrhausen. Sein Todestag jährt sich gerade zum 20. mal - doch erst heute scheint man allgemein zu erkennen, was für ein außergewöhnlicher Mensch und unkonventioneller Vordenker er gewesen ist:

20 Jahre nach dem Tod: Herrhausens Nachlass

Todestag: Herrhausen wollte als Bankier die Welt verändern

Alfred Herrhausen: Der ungesühnte Mord

Alfred Herrhausen: Der Politiker unter den Geldzählern

20 Jahre nach Herrhausen-Attentat: Eine Explosion, die das Idyll zerstörte

Herrhausen-Mord: Noch immer keine Spur vom Täter

Rote Armee Fraktion: Bundesanwaltschaft ermittelt im Fall Herrhausen

Ein Mann, der möglicherweise mitarbeiten wird an der endgültigen Aufklärung der Hintergründe des heimtückischen Mordes, ist gerade in sein neues Chefbüro eingezogen. Seinem Auftrag gemäß wird man von da außer dieser Personalie in Zukunft aber nur sehr wenig von ihm hören:

Neuer Geheimdienst-Koordinator: Der Musikliebhaber

Neuer Geheimdienstkoordinator: Verfassungsschützer Heiß wechselt ins Kanzleramt

Auch die Aufgaben, die unser nächster Gast mit viel diplomatischem Fingerspitzengefühl bewältigte, hatten stets mit Geheimhaltung oder mit dem taktischem Enthüllen von internationalen Geheimnissen zu tun. Und ganz diesem Arbeitsmodus entsprechend hat sich Mohammed El Baradei nun auch sehr leise nach zwölf Jahren aus seinem Amt verabschiedet - und sein Nachfolger trat genauso unauffällig an:

Der leise Abschied des Mohammed El Baradei

Neuer IAEO-Generaldirektor Amano tritt Amt an

Yukia Amano wird Chef der IAEA

Yukiya Amano: Der stille Diplomat

Als ausgesprochen stilles Wasser gilt auch der neue "Chef" der EU. doch unterschätzen sollte man den bisherigen belgischen Regierungschef und seine ebenfalls neue EU-Außenministerin nicht:

EU-Ratspräsident: Schöngeist mit Schlagkraft


Catherine Ashton: Die nette Labour-Baronin

Zur Not für einen Eklat gut

Ganz und gar nicht still ist die Dame, von der in den letzten Wochen und Monaten fast täglich in den Medien zu hören war und die ebenfalls jederzeit für einen Eklat gut zu sein scheint. Trotzdem sollten wir uns hier die Zeit nehmen, uns Erika Steinbach mal genauer anzusehen:

Porträt Erika Steinbach: Die Meisterin des Rollenwechsels

Erika Steinbach im Porträt: Die Getriebene

Kein Porträt, aber doch ein konturen-zeichnendes Interview, habe ich vom bisherigen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück gefunden - vielleicht ja ein Gegenstück zu Vorhergegangenem:

Im Gespräch: Peer Steinbrück: ?Ich bin nicht süchtig nach der Macht?

Von der Macht verabschieden musste sich auch der Generalinspekteur der Bundeswehr - und das ganz plötzlich und ganz unverdient, wie viele meinen:

Glänzende Karriere endet jäh

Und auch ein politisch und menschlich ganz besonderes Zusammentreffen möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: das Treffen und die Preisverleihung an zwei Männer, die einst viel bewegt haben für ihr Land und für die internationale Gemeinschaft:

Kissinger und Blumenthal: Der undenkbare Tag

Schön, dass man hier nicht stringent am vorgefertigten Ablauf hängen muss, denn mit guten Geschichten und guten Begegnungen ist es nun mal so wie im Leben: Das eine zieht das andere nach sich. Deshalb hier noch drei Menschen und ihre zwei Geschichten, die mir an dieser Stelle eingefallen sind:

Nach 40 Jahren: Déjà vu

Der Heimkehrer

Auch zum Abschluss dieser etwas nachdenklicheren Ausgabe von " Porträtiert" möchte ich bei diesem Thema bleiben und an einen jüdischen Gelehrten und großen Philosophen erinnern, der Anfang November nach einem sehr langem und reichen Leben gestorben ist. Sein Blick auf unsere oft chaotisch erscheinende Welt wird uns fehlen:

Erinnerung an Claude Lévi-Strauss: Mythen erschließen die Wahrheit unserer Welt - Hintergründe - Feuilleton - FAZ.NET

Zuständig für Frieden

Claude Lévi-Strauss im Interview: Der Mensch ist eine optische Täuschung

Das ABC der Ethnografie

1.12.09 04:17

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